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Unser Buch-Tipp | Kommunikation als Lebenskunst

Buchcover "Kommunikation als Lebenskunst"Friedemann Schulz von Thun, der von 1975 bis 2009 an der Uni Hamburg lehrte, ist sicherlich der bekannteste deutsche Kommunikationspsychologe. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und zu Hunderttausenden verkauft worden. „Miteinander Reden 1“, sein erstes Buch, wurde seit 1981 allein in Deutschland bereits 48 Mal aufgelegt. Die von Schulz von Thun (weiter)entwickelten und in Lehre bzw. Beratung eingesetzten Modelle und Instrumente finden sowohl in Schulbüchern als auch hochkarätigen Managementtrainings Anwendung.


Was zeichnet die Kommunikationspsychologie Schulz von Thuns aus? Wie lässt sie sich auf praktische Lebensbereiche anwenden und welch ein Mensch verbirgt sich hinter dem bekannten Wissenschaftler? Das Ende 2014 erschienene Buch „Kommunikation als Lebenskunst“ versucht diese Fragen zu beantworten. Im Dialog mit dem Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen entwickelt Schulz von Thun auf gut 200 Seiten eine Art Quintessenz seines Lebenswerks – flüssig geschrieben und anschaulich illustriert durch Schaubilder und Diagramme.


Der erste Teil des Buches enthält prägnante Beschreibungen der bekanntesten Theorieansätze Schulz von Thuns, im Einzelnen

  • – das Kommunikationsquadrat mit den „4 Ohren einer Nachricht“,
  • – Schulz von Thuns Konzept von „Stimmigkeit“ als Leitlinie gelingender Kommunikation,
  • – das Bild vom „Inneren Team“ als Hilfe, aus widersprüchlichen inneren Stimmen zu belastbaren Entscheidungen zu gelangen sowie das
  • – ursprünglich von Helwig entwickelte Modell des Wertequadrats; eine „kleine, zunächst unbedeutend scheinende Denkfigur“ (Schulz von Thun), die jedoch eine große Hilfe sei, unverständlich oder unangenehm wirkende Eigenschaften und Verhaltensweisen Dritter zu beschreiben und zu würdigen.

Im zweiten Teil des Buches wendet Schulz von Thun dann im Dialog mit Pörksen seine Kommunikationspsychologie auf konkrete Fragen und Lebensbereiche an. Hierbei greift er insbesondere das Wertequadrat sowie ein von Riemann und Thomann entwickeltes Persönlichkeitsmodell zurück, das Menschen im dynamischen Spannungsfeld von vier Grundstrebungen (Nähe, Distanz, Dauer und Wechsel) beschreibt. Ergebnis hiervon sind u. a. konkrete Empfehlungen an Führungskräfte, die sich am Leitbild einer „integralen Führungskraft“ orientieren.  Andere Kapitel befassen sich mit den Bereichen „Bildung und Erziehung“, dem interkulturellen Dialog sowie schließlich auch der Frage nach Glück und Tod.


Grundlegende philosophische und/oder psychologische Vorkenntnisse dürften bei der Lektüre von „Lebenskunst Kommunikation“ eine Hilfe sein. Aber auch für fachlich weniger beschlagene Leserinnen und Leser mit Interesse am Thema „Kommunikation“ ist das Buch eine inspirierende Lektüre, gerade auch deshalb, weil es an verschiedenen Stellen interessante, sehr ehrliche Einblicke in das Leben Schulz von Thuns gibt.

Redaktion K&K

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